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Inklusion im Mittelalter 2017-04-19T10:58:32+00:00

Inklusion im Mittelalter

Inklusion von Behinderten im Mittelalter

Am Freitag den 23.3.2012 besuchte Klasse 4 als jüngste Gruppe überhaupt die Ausstellung LeibEigenschaften der Universität Bremen im Haus der Wissenschaft. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Schicksal von Behinderten und ihre Stellung in der Gesellschaft. In einer von Studenten veranstalteten Führung konnten sich die Schüler ein Bild machen von der Situation und den Alltagsproblemen von Blinden, Tauben, Lernbehinderten und Gehbehinderten in früheren Zeiten. Dazu gab es neben interessanten Erklärungen auch interaktive Erfahrungen. So konnte man zum Beispiel die hölzernen Rutsch-Bänke eines „Krüppels“ ohne Füße ausprobieren. Mit einem gläsernen Lesestein eines Sehbehinderten ließ sich ein minimales Schriftbild vergrößern und entziffern. Und mit verbundenen Augen mussten durch Tasten, Riechen, Schmecken und Hören Gegenstände bestimmt werden. Immer wieder wurde auch der Bezug zur heutigen Zeit hergestellt. Die Kinder zeigten sich sehr interessiert und hoch motiviert und haben ihre Schule gut repräsentiert. Bezeichnend dafür ist Lisas wiederholter Kommentar:“Das ist alles interessant, sehr interessant!“ Besondere Aufmerksamkeit erregte das anschauliche Gemälde einer Tobsüchtigen in Ketten. Die Studenten hatten das Konzept sachgerecht an die Bedürfnisse von Grundschülern angepasst und konnten auch die zahlreichen Fragen beantworten. Insgesamt erwies sich dieser Ausflug als bereichernde Ergänzung zum Religionsunterricht, nämlich zum Thema Außenseiter. Für die Kinder brachte die Ausstellung neue Sichtweisen in Bezug auf sogenannte „Behinderte“. Die Ausstellung lief bis zum 30. April 2012 und war auch für Erwachsene sehenswert.

Haus der Wissenschaft /Ausstellung LeibEigenschaften